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Magazin: Ein Schmuckstück entsteht

Ein Schmuckstück des LEL-Wagenparks ist der Speisewagen 1122. Lesen Sie im Magazin, wie umfangreich die Restaurierung dieses Schnellzugwagens war.

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Bahnmeisterei Farmbeck durch Euwatec ins Leben zurück geholt
Dienstag, 22. Dezember 2009 um 18:57 Uhr

Die Aktiven der Landeseisenbahn Lippe sind begeistert. Seit dem 1. November werden die ehrenamtlich tätigen Museumsbahnfreunde von zehn Maßnahmenteilnehmern, sogenannten 1-Euro-Kräften, aus Lemgo und Dörentrup unterstützt. Dieses Projekt wird von der Euwatec gGmbH betreut. Die Finanzierung des gesamten Projekts übernimmt das Netzwerk Lippe. 

Hauptaufgaben sind die Unterstützung bei der Unterhaltung der 27 km langen Bahnstrecke von Bösingfeld nach Lemgo, die Mithilfe bei Waggoninstandsetzungs- und Lackierungsarbeiten sowie bei der Renovierung der Gebäude des ehemaligen Kohle- und Landhandels, der zukünftig als Stütz- und Ausgangspunkt für die geplanten Arbeiten dient. 

Als „Bahnmeisterei Farmbeck“ bezeichnet, hat die Landeseisenbahn Lippe das Gelände für zehn Jahre kostenfrei von Traudel Lederer und ihrer Firma Levonal aus Diehlheim zur Verfügung gestellt bekommen und wird hier schwerpunktmäßig Materialien für Gleisbau und Streckenpflege einlagern.

 

Der Vornutzer hat das Gelände völlig verwahrlost hinterlassen. Daher wurde zuerst die gesamte Energie in die Räumung der Schuppen und des Geländes gesteckt. Mit Unterstützung der Fa. Veolia Umweltservice, die die ordnungsgemäße Entsorgung der Wertstoffe garantiert, waren schnell die ersten Erfolge zu erkennen. Mittlerweile ist das alte „Katzenbuckelpflaster“ wieder freigelegt und sichtbar. Das dreihundert Meter lange Gütergleis, das völlig zugewachsen war, ist auf der gesamten Länge wieder befahrbar. Und die Verladerampe konnte zum direkten Beladen von Fahrzeugen wieder in Betrieb genommen werden.

Die gesamte Maßnahme läuft über den Zeitraum von einem Jahr. Die Museumsbahnfreunde sind sich sicher, mit dieser Kooperation einen Meilenstein in der 24-jährigen Vereinsgeschichte ist.

Hier ein Bildüberblick über die Aktivitäten in Farmbeck aus den letzten 2 Jahren:

Sommer 2007: Das Hauptgleis ist noch zu sehen, ebenso die Bahnsteigkante. Alles andere ist unter sattem Grün verschwunden. Die Blickrichtung ist Richtung Hameln.

2008: Erste Großaktion war das Roden des Waldes im Nebengleis. Und so kam auch das ganze Elend des Güterschuppen-Geländes zum Vorschein.

2009: So sah es nach Übernahme auf der Ladestraße aus...

... und so innen. Mehr als 50 Kubikmeter Müll mussten vom Gelände geräumt werden.

Nach langer, harter Arbeit sieht das ehemalige Waldgelände von den ersten Fotos so aus. Alle Baumstümpfe wurden gezogen und teilweise mit dem Bagger, aber auch in Handarbeit ausgegraben. Das Pflaster auf dem Gelände wurde wieder komplett freigelegt und auch die Kopframpe am Lemgoer Ende...

... ist wieder als solche zu gebrauchen.

Noch stehen Abfall-Container auf der Ladestraße, aber das Ladegeschäft geht schon los: Der Minibagger, der uns unter Rudis feinfühligen Händen schon sehr gute Dienste erwiesen hat, wird abgeladen.